Das Auge isst mit – Küchentrends 2018

Reading time: 3 minutes

Natürliche Materialien sind nach wie vor ein fixer Bestandteil in den Küchen dieser Welt. Der letzte Schrei ist aber Beton. Der Stoff, auf den eigentlich die Bauindustrie und die italienische Mafia setzen, setzt sich jetzt auch in unseren Küchen durch. Aber das ist bei Weitem nicht alles, was 2018 angesagt ist.

Tiefe Einblicke

Wenn Küchen einen Hang zum Nudismus entwickelt haben, dann spätestens seit Anfang 2018. Glasvitrinen sind ein wahres Must-have in diesem Jahr. Dabei variiert das Glas von klar bis milchig. Ganze Schranktüren oder doch nur leichte Akzente in Form von Streifen oder Kacheln gewähren mehr oder weniger tiefe Einblicke in Schränke und Vitrinen. Unterstützt wird dieser glasklare Trend von LED-Streifen oder Spots. So zeigt sich auch jedes Geschirr von seiner besten Seite.

 

Küchen unter Druck

In diesem Jahr kam die Inspiration direkt von der Straße. Beton oder Zement sind die optischen Heros der aktuellen Küchenlandschaften. Obwohl dieser eher unkonventionelle Baustoff eine gewisse Kälte ausstrahlt, verteilt er, fertig verarbeitet und verbaut, eine angenehme Wärme im Raum. Aber auch metallische und stählerne Flächen machen ein gutes Bild als Arbeits- oder Oberfläche. Edelstahl ist dabei der Stoff, der sich mit allen versteht. Egal ob Stein, Beton oder Holz, diese edle Eisen-Kohlenstoff-Legierung passt zu allem und bringt zusätzlich noch ein industrielles Flair mit in die Küche. 2018 bekommen Küchen außerdem noch etwas Druck. Einmal kurz auf die Front gedrückt, öffnet sich die Vitrine oder der Schrank auf elegante Art und Weise. Das Beste: Die Küche wirkt so noch aufgeräumter.

Spülbar anders

Im Spülbereich musste der Edelstahl allerdings sein Zepter abgeben. Farbige Spülen aus Granit oder Quarzkomposit erobern die Abwaschzone. Der Wasserhahn selbst fällt durch seine fehlenden Griffe auf. Sensoren lesen den Wunsch nach Wasser sozusagen von unseren Händen ab und schenken uns beispielsweise ein kühles Glas Wasser ein, ohne auch nur den Hahn berührt zu haben. Abgesehen davon setzen die Küchenhersteller auch auf XXL-Spülen ohne Abtropfflächen. Das hat den Vorteil, dass man ohne Weiteres größere Gegenstände wie Backbleche oder Karaffen darin säubern kann.

Ein Paradies für Eichhörnchen

Die klassische Vorratskammer, die die meisten wahrscheinlich noch aus Großmutters Zeiten kennen, erlebt dieses Jahr ein Revival. Viele Küchenhersteller integrieren den begehbaren Stauraum geschickt in die heutige Küchenlandschaft. Optisch sind sie zwar leicht von Omas alter Vorratskammer zu unterscheiden, Funktion und Zweck sind aber gleich geblieben. Jede Menge Platz für Konserven, Getränke, Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte, die für das äußere Erscheinungsbild der Küche nicht gerade von Vorteil wären.

Noch Platz für Individualität

Die Nieschenrückwände waren bis vor Kurzem ein eher unberührtes Kapitel im dicken Buch der Küchentrends. Sie sollten lediglich die Wand vor Spritz- und Fettflecken schützen. Dieses Jahr wurden sie aber proaktiv in die Küchen mit einbezogen und verleihen unseren Feuerstellen einen letzten Klecks Ästhetik. Verschiedene Muster, abstrakte Bilder oder auch typisch portugiesische Keramikfließen, sogenannte Azulejos, verpassen den bis dato unscheinbaren Nieschenrückwänden eine Seele. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Das Jahr 2018 hat einen sehr interessanten Look, von dem sich jeder gerne inspirieren lassen kann. Hauptsache aber, ihr fühlt euch wohl in eurer Küche und das Essen schmeckt.

 

Bilder ©Häcker Küchen GmbH

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind mit einem * markiert.