Das 3-Gänge-Bioabfall-Menü

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Mit den eigenen Bioabfällen ein leckeres Abendessen vorbereiten? Klingt erstmal unappetitlich und fernab jeglicher Vorstellung. Doch genau das hat ein israelisches Start-up mit seinem Produkt namens HomeBiogas geschafft. Dabei handelt es sich aber nicht um eine neumodische, verzehrbare Verrücktheit, sondern um ein geniales Prinzip der Energiegewinnung.

Selbst ist der Haushalt

Herzstück des Verfahrens ist ein aufblasbarer Behälter, der organische Abfälle in Energie umwandelt und Gasherde bis zu drei Stunden mit einer konstanten und starken Flamme versorgen kann. Die Handhabung ist so einfach wie das Aufdrehen der Herdplatte selbst. Über einen Trichter kommen Tier-, Gemüse-, Obst- oder Fleischabfälle, ja sogar Knochen in den Bauch des Behälters. Dort passiert dann das, was wir als Umwandlung von Biomasse in Methan kennen. Das Gas gelangt  in den oberen Teil des Behältnisses, wo es bereit für seinen Auftritt ist. Was man braucht, um den Bakterien einen adäquaten Raum zum Umwandeln zu bieten? Wärme, Licht und Wasser. Wer auf diese drei Komponenten Acht gibt, kann in Zukunft mit Biogas tolle Menüs zaubern. Über einen handelsüblichen Gasschlauch wird die nachhaltige Errungenschaft an den Herd gekoppelt. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: Flüssigdünger, der restliche Abfall vom Abfall sozusagen. Es gibt wohl kaum eine bessere Stärkung für den heimischen Kräutergarten als ein selbst produzierter Flüssigdünger. Doch nicht nur bei uns kommt HomeBiogas gut an.

Projekt Ruanda

Das Produkt wird bereits in Regionen eingesetzt, wo alternative Energiequellen besonders gesucht sind. So war im ostafrikanischen Ruanda das Ziel, die Abhängigkeit von Kohle und Holz als Brennstoff für kleinere Gemeinden zu reduzieren. HomeBiogas wurde als kostengünstige und vor allem nachhaltige Alternative mit offenen Armen begrüßt. Hinzu kommt, dass das Kochen mit dem HomeBiogas deutlich gesünder ist als beim Verbrennen von Holz oder Kohle. Die Folgen: bessere Gesundheitsbedingungen und ein geregeltes Abfallmanagement mit einem kostbaren Mehrwert.

Fazit: Eine hervorragende Methode, um zukünftig weniger nicht erneuerbare Rohstoffe zu verbrauchen.

Titelbild © Kelsey Chance on Unsplash
Weitere Bilder © Rawpixel.comSimon Migaj on Unsplashallispossible.org.uk on flickr

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