Der neue Geschmackssinn: digital

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1896 eröffnete die Deutsche Automatengesellschaft Stollwerck & Co. in Berlin ihr erstes „elektrisch-automatisches Restaurant“. Von dort aus verbreitete sie sich rasant auf der ganzen Welt. Die neugierige Kundschaft konnte Hühnchenpastete, Bohnen und Speck oder Vanillepudding nach Münzeinwurf aus den Fächern ziehen. Doch in der Praxis war es nicht wirklich praktikabel. Es brauchte viele Leute im Hintergrund, die für einen reibungslosen und „automatischen“ Ablauf sorgten. Nach mehreren Wiederbelebungsversuchen schloss 1991 das letzte Automatenrestaurant seine Fächer in New York.

Reinkarnation mit Geschmack

Doch wie der Phoenix entspringt viele Jahre später eine ähnliche Idee, wie die der Automatenrestaurants, aus der Asche: Data Kitchen ist ein Berliner Restaurantkonzept, dass ohne Wartezeit und mit digitalen Automaten, den so genannten Food Walls, seinen Gästen leckere Gerichte bereitstellt. Dazu wird über die App oder über die Website das Gericht bestellt. Bezahlt wird ebenfalls online. Die Speise kann anschließend zur ausgewählten Zeit, vor Ort aus der Food Wall entnommen werden.

Wer weiß, vielleicht werden wir 2030 unser Essen mithilfe eines implementierten Chips und Gedankenübertragung bestellen können. Virtuell schmecken können wir ja bereits.

 

Titelbild Foodwall – Data Kitchen ©Peter Holzkorn

 

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