Der Werdegang der Zahnbürste

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Eigentlich ziemlich erstaunlich, dass unsere Zahnbürste, wie wir sie heute kennen, erst rund 100 Jahre auf den Borsten hat. Das heißt aber nicht, dass Menschen vor dieser nützlichen Erfindung selbstreinigende Zähne hatten.

Hygiene bis über den Tod hinaus

Die ersten Anzeichen für ein bewusstes Putzen der Beißerchen finden sich schon im alten Ägypten wieder. Man entdeckte kleine Stöckchen, die als Grabbeilage für Pharaonen dienten. Offensichtlich wollte man ja auch im Jenseits mit einem gepflegten Lächeln erscheinen. Aber woraus bestand diese dentale Grabbeilage eigentlich? Die kugelschreibergroßen Ästchen kamen vom sogenannten Zahnbürstenbaum, auch als Salzbusch oder Senfbaum bekannt. Dabei wurde der Ast sorgfältig zerkaut bis er ausgefranzt war und als Zahnbürste verwendet werden konnte. Das in den Zahnzwischenräumen stecken gebliebene Holz wurde anschließend einfach ausgespuckt. Bis heute putzen noch einige indigene Völker ihre Zähne mithilfe des Zahnbürstenbaumes.

Die ersten Vorläufer

Im Jahr 1500 etwas weiter östlich, nämlich in China um genau zu sein, kam man auf die Idee, Hausschweinborsten auf Knochen oder Bambusstiele zu befestigen. Die erste richtige Zahnbürste war geboren. Hierzulande kamen 250 Jahre später die ersten Aufzeichnungen einer Zahnbürste zum Vorschein. Ähnlich wie im Fernen Osten wurden Pferdehaare und Tierknochen verwendet. Jedoch konnten sich das nur wenige leisten. Somit war ein einladendes Lächeln lediglich dem Adel vorbehalten. 1935 begann dann endlich die Kommerzialisierung der dentalen Mundhygiene. Zu verdanken ist das einem britischen Bürger, Wallace Hume Carothers. Er erfand die künstliche Faser Nylon. Noch bis heute finden wir diesen Stoff in den Borsten unserer Bürsten.

Der Quantensprung

Bis vor kurzem hat sich aber, abgesehen von der elektrischen Zahnbürste, die in den 80igern auf den Markt kam, nicht wirklich viel getan. Bis zum letzten Jahr. Denn dank des Erfindergeists eines jungen Mannes namens Marvin Musialek gibt es jetzt die erste vollautomatische Zahnbürste: die AMABRUSH. Ihre Mission: das Zähneputzen vereinfachen. Ihr Versprechen: saubere Zähne innerhalb von 10 Sekunden.

Der Unterschied

Doch wie unterscheidet sich diese technologische Neuheit von einer herkömmlichen Bürste? Alleine optisch hat sie nicht viel mit unserer altbekannten elektrischen Zahnbürste gemeinsam, sie ähnelt eher dem Mundschutz eines Boxkämpfers. Das Mundstück, welches mit Silikonborsten bestückt ist, passt sich an jedes Gebiss an. Die richtige Menge an Zahnpasta kommt aus den feinen Mikrokanälen der Silikonborsten. Herzstück ist jedoch das Handstück. Darin verbirgt sich die ganze Technologie. Sie bringt die Borsten mit über 40.000 Schwingungen pro Minute auf Hochtouren. Die speziell dafür entwickelten Zahnpastakapseln werden einfach in das Handstück gesteckt – schon kann’s losgehen. Einfach das Mundstück in den Mund stecken, den Knopf auf dem Handstück drücken, 10 Sekunden ohne eine einzige Handbewegung warten und schon hat man frisch geputzte Zähne.

Solange man sich aber mit einer herkömmlichen Bürste die Zähne putzt, sollte man sich für das Zähneputzen mindestens 2 Minuten Zeit nehmen. Außer jemand kann seine Zahnbürste aus eigener Kraft mit 40.000 Schwingungen pro Minute hin und her bewegen.

Fazit: Egal ob mit Muskelkraft oder vollautomatisch, Zähneputzen ist ein tägliches Muss. Denn wie wir ja wissen, zählt der erste Eindruck.

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