Es wird einmal … Hungrige neue Welt

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In unserem letzten Artikel haben wir das Prinzip von Big Data durchleuchtet. Heute begeben wir uns in eine nahe Zukunft, in der Big Data und künstliche Intelligenz zu einem extrem komplexen Rechensystem verschmelzen, das von selbst dazulernt.

Alles ist miteinander vernetzt. Kameras erfassen jede Aktivität der Menschen. Autos kommunizieren mit anderen Geräten und Fahrzeugen. Sie regeln mithilfe von vernetzten Ampeln und Straßenschildern den gesamten Verkehr in der Stadt, ganz ohne menschlichen Einfluss. Der effizienteste Weg muss nicht mehr gesucht werden. Er wird einem schlicht als Option angezeigt. Führerscheine gibt es auch keine mehr. Der Fahrer wird zum eigenen Fahrgast.

Big Data lenkt und leitet

Lisa wird gerade von ihrem Auto nach Hause gefahren. Der Sprecher der Radiostation KBBL 8.0 berichtet über ein altes Phänomen unserer Straßen. „Vor gut 25 Jahren, meine Freunde, standen wir das letzte Mal im Stau! Einfach unglaublich. Wer von euch kann sich an das Gehupe und an die blanken Nerven der Autofahrer erinnern? Ich kann zumindest von mir selbst behaupten, dieses Relikt unserer Straßen nicht allzu sehr zu vermissen … In diesem Sinne, noch eine angenehme Weiterfahrt auf unseren staufreien Straßen.“

„Das waren noch Zeiten“, denkt sich Lisa, während sich ein YouTube-Fenster auf der interaktiven Windschutzscheibe aktiviert. Ein Clip, den sie in der Nacht zuvor auf ihrem Smartphone gesehen hat, wird fortgesetzt. Es ist eines dieser Retro-Kochsendungen, in der noch ein echter Koch die Gerichte der Kandidaten bewertet. Lisa sieht sich den Clip fertig an, widmet sich aber anschließend dem Geschehen auf der Straße. Ihr Fahrzeug erkennt, dass sich Lisas Fokus verändert, schaltet den Clip ab und schlägt ihr einen neuen vor. Lisa lässt aber lieber das YouTube-Fenster schließen.

Der Verkehr auf den Straßen gleicht einem perfekt eingestimmten Orchester. Die Autos rasen mit über 90 / km über die Straßen und kein Mensch muss dabei nur einen Finger rühren. Unfälle. Fehlanzeige.

Lisas Arbeitstag war lang und ihr Magen knurrt. Prompt reagiert darauf eine freundlich sanfte Stimme. „Dein Smartchip zeigt an, dass du Hunger hast. Soll ich deine Einkaufsliste bestellen und bringen lassen? Laut deinem Kühlschrank könntest du dir aber auch noch eine Heuschreckensuppe machen lassen? Soll ich deiner Küche Bescheid geben?“

„Die Suppe hebe ich mir fürs Wochenende auf“, erwidert Lisa. Im selben Moment ordert der Bordcomputer des Wagens den Einkauf und fährt Lisa nach Hause, wo er bereits auf sie wartet.

Diese Vision einer nicht allzu fernen Zukunft wird mithilfe von Big Data eine künstliche Intelligenz an den Tag legen, die eigenständig lernt und sich von selbst weiterentwickeln wird. Städte und ihre Infrastrukturen werden ganzheitlich mit dem Internet verbunden sein. Und intelligente Algorithmen werden im Hintergrund nach den bestmöglichen Wegen und Lösungen für uns alle suchen.

 

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