Essbare Verpackungen – Der Fall der Plastikflaschen

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Vögel, Fische und andere im oder auf dem Wasser lebende Säugetiere würden, wenn sie könnten, dem Erfinder von „Ooho! Water“ um den Hals fallen. Jährlich landen unzählige Tonnen an Müll in unseren Ozeanen. Das ist für unser Ökosystem ein wahres Problem. Damit der Lebensraum der Meeresbewohner nicht noch weiter zugemüllt wird und wir in Zukunft keinen Alaska-Plastiklachs auf unseren Tellern vorfinden, hat ein spanischer Architekt zusammen mit befreundeten Produktdesignern dieses tolle Projekt ins Leben gerufen.

Die modernen Helden unserer Zeit

Der gelernte Architekt und Gründer des Start-ups Skipping Rocks Lab mit Sitz in London, Rodrigo García González, könnte mit seiner Erfindung den Trinkwasserflaschenmarkt aufmischen, wie eine Brausetablette stilles Wasser. Die Idee ist so simpel wie genial: ein essbares Trinkwasserbehältnis. Dafür werden z. B. Tischtennis große Eiswürfel in ein Kalziumchloridbad und dann in ein Braunalgenbad getaucht. Nachdem sich die Membran gebildet hat, muss nur noch das Eis darin schmelzen und fertig ist das essbare Behältnis.

 

Der Werdegang einer möglichen Revolution

Ursprünglich stammt diese Form der Umhüllung aus den 50iger Jahren und wurde verwendet, um unechten Kaviar herzustellen. Der spanische Koch Ferran Adrià hat diese Methode wieder ausgegraben und in die Molekularküche geholt. Das Verfahren für die Herstellung dieser essbaren Wasserkugel nennt sich Sphärifikation. Es ermöglicht Speisen mit einem flüssigen Inhalt zu füllen, die beim Essen im Mund aufplatzen.

Fortschritt ist eine Kunst

Rodrigo hat in Kooperation mit einer Universität und deren Chemiestudenten an der Perfektionierung der essbaren Wasserkugeln gearbeitet und geforscht. Die Produktion ist laut ihm äußerst günstig und kann rein theoretisch auch zu Hause vorgenommen werden. Wobei es fraglich ist, ob man den Reifegrad des von ihm entwickelten „Ooho! water“ Behältnisses in Eigenproduktion erreichen würde. In Zukunft wird Rodrigo seine Wasserkugeln bei Kongressen und in Fußballstadien an die Frau und den Mann bringen. Bevor „Ooho! water“ in Serie gehen kann, gilt es aber noch einige Hürden zu bewältigen.

Wir hoffen, dass diese geniale Idee bald ihren Platz in unseren Supermarktregalen finden wird und die Plastikflasche langsam aber sicher von ihrem Thron stößt.

2 Kommentare zu “Essbare Verpackungen – Der Fall der Plastikflaschen

  1. Ich

    Guten Tag Ihnen,
    Ich finde die Idee erstaunlich und genial – wir Menschen verbrauchen viel zu viel Plastik und schädigen damit unnötig die Umwelt. Ich wünsche Ihnen viel Glück und hoffe, dass das Produkt bald im Umlauf ist.
    Mit freundlichen Grüßen 🙂

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  2. Anna Ruder

    Guten Tag Ihnen,
    Ja diese Idee ist tatsächlich erstaunlich und es wäre eine großartige Chance den Plastikverbrauch zu reduzieren, gerade auch, weil Erdöl nicht unauschöpflich ist, aber das Problem ist, dass viele die Aktualität dieses Problems nicht wahr haben wollen. Die Frage ist ob sich die Eisbären Verpackung wirklich durchsetzen könnte. In Plastikflaschen passt schließlich mehr rein und es ist nicht schlimm wenn sie dreckig werden, da man sie ja nur an einem durch einen Deckel geschützten Mundstück berührt. Die Wasserkugeln müssten also vermutlich in einer anderen Verpackung verkauft werden die steril ist aber am besten nicht aus Plastik ( würde ja sonst wenig Sinn machen). Zudem sollte man an eine Transport Möglichkeit denken. Vielleicht können Sie dafür eine Lösung finden. Das wäre aufjedenfall toll, denn die Idee an sich ist großartig.
    Mit freundlichen Grüßen ?

    Antwort

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