Morgen schmecken wir virtuell

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Die Geschichte der Limonade reicht bis ins alte Rom zurück. Damals wurde Trinkwasser mit einem Schuss Essig versetzt und im Volksmund „Posca“ genannt. Die heutige Limonade hat zwar nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Getränk zu tun, ist aber immer noch in aller Munde. Nur leider mit industriellen Süßmachern und anderen künstlichen Zusatzstoffen.

Echter Geschmack bekommt Konkurrenz

Wie wäre es also, seine Limonade ganz ohne künstliche Zusatzstoffe zu genießen? Forscher aus Singapur haben dafür einen Becher entwickelt, der ein reales Trinkerlebnis erzeugt. Und so funktioniert’s: Die Zunge wird mittels eines Strohhalmes stimuliert. Zwei Silberelektroden am Trinkhalm, die mit einer Batterie im Untersetzer des Bechers verbunden sind, berühren die Spitze. Integrierte Leuchtdioden intensivieren den Geschmack visuell. So sorgt die Kombination aus Wasser, Elektroden und Licht für das virtuelle Geschmackserlebnis. Temperatur und Stärke des Stromflusses entscheiden über die Geschmacksrichtungen. Probanden konnten während eines Versuchs süß, sauer, salzig, minzig und würzig unterscheiden.

Mehr als nur ein Party-Gag

Hört sich spannend an? Durchaus, denn diese Erfindung hat auch einen medizinischen Nutzen. Zum Beispiel könnten Krebspatienten damit ihren Geschmackssinn trainieren und Diabetiker, sowie Menschen mit Zahnproblemen könnten bedenkenlos ihre Lieblingslimonade und Ähnliches genießen. Wie wir sehen, kann diese Erfindung vielen Menschen das Leben erleichtern. Wer weiß, vielleicht wird dieses Prinzip einmal so weit ausgereift sein, dass wir den Geschmack einer Torte vom PC aus schmecken können. Oder vielleicht werden wir eines Tages die Geschmäcker eines ganzen Festmahls über die sozialen Medien teilen und simulieren können. Was auch immer die Zukunft für uns auf den Tisch legt, es bleibt spannend.

 

 

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