Über Flamingozungen und 3-D-Drucker

Reading Time: 2 minutes

Die römische Oberschicht schmückte sich gern mit guten Köchen und protzte mit verrückten, kulinarischen Kreationen bei hauseigenen Festivitäten. Von der Flamingozunge bis hin zur gestopften Drossel – immer musste extravagant aufgetischt werden.

Das Ende einer Ära?

Auch die Köche unserer Zeit zaubern mit ausgefallenen Kreationen ihren Gästen ein Lächeln ins Gesicht. Mehrere Spezialisten arbeiten teilweise an einem einzigen Gericht. Vom Legumier, der sich ums Gemüse kümmert über den Saucier bis hin zum Chef de Cuisine – jeder Arbeitsschritt ist genau festgelegt und aufgeteilt. Bis jetzt.

So schmecken Algorithmen

Doch, was wäre, wenn es ein Gerät gäbe, das all diese Küchenposten in sich vereint? Was wäre, wenn der nächste 3-Sterne-Koch ein 3-D-Drucker wird? Zahlreiche Unternehmen tüfteln eifrig daran ganze Gerichte auszudrucken. Ein japanischer 3-D-Drucker Hersteller geht sogar noch weiter. Mithilfe biologischer Eigenschaften seiner Kunden, wie Urin-, Blut- und Stuhlproben, die vorher an das Start-up übermittelt werden, können kundenindividuelle Sushi-Kreationen angefertigt werden. Das Restaurant scannt seine Kunden beim Betreten und passt anschließend das Gericht an ihre Werte an. Die Qual der Wahl beim Studieren der Speisenkarte bleibt einem dadurch erspart.

Brust oder Keule? Hauptsache gedruckt!

Wer weiß, vielleicht wird es bald möglich sein, sich Gerichte nobler Restaurants und anderer Gaststätten, ohne einen Fuß vor die Türe zu setzen, direkt auf den heimischen Teller zu drucken. Vielleicht wird dieses Szenario auch von einer anderen Erfindung begleitet. Denn das virtuelle Trinkerlebnis, von dem wir euch bereits erzählt haben, passt perfekt in diese Welt. Was meint ihr? Wie schreitet diese Entwicklung voran? Werden 3-D-Drucker Kantinensysteme und andere Gastronomiebetriebe auf den Kopf stellen bzw. vereinfachen? Und wie wird sich der private Kochraum in Zukunft verändern, wenn eine kleine Maschine unsere Küchenarbeit übernimmt – ganz ohne einen Herd.

Übrigens, die Filmkomödie „Brust oder Keule“ mit Louis de Funès zeigt, wie wir uns in den Sechzigern eine Essensdruckmaschine vorgestellt haben. In diesem Sinne: Bon appétit!

 

 

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind mit einem * markiert.